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IX.K.1
Malleus Maleficarum (Hexenhammer)
Malleus Maleficarum (Hexenhammer)
Titel: Malleus Maleficarum : In Tres Divisus Partes, In quibus Concurrentia ad maleficia, Maleficiorum effectus, Remedia adversus maleficia, Et modus deniq[ue] procedendi, ac puniendi Maleficos abunde continetur ...
Autor: Sprenger, Jakob
Verfasserangabe: Auctore Jacobo Sprengero Ordinis Praedicatorum, olim Inquisitore Person: Molitoris, Ulrich Gerson, Johannes Murner, Thomas Basin, Bernardo
Erscheinungsvermerk: Francofurti ad Moenum : Bassaeus, 1580
Kollationsvermerk: [12] Bl., 737 [i.e. 755] S., [21] Bl.
Fingerprint: u-t) n-em str- Requ 3 1580R
 
Die Hexenverfolgung, wie sie von den Dominikanern Heinrich Institoris und Jakob Sprenger propagiert und im Werk Malleus maleficarum zusammengefasst wurde, ist unmittelbar aus den Ketzerprozessen hervorgegangen, um durch kirchliche und weltliche Gerichte dem inneren Zerfall entgegenzuwirken. Im Hexenhammer geht es um Hintergründe, Inhalte und Bekämpfung des Hexenwesens. Als Kompendium alter und neuer Lehrmeinungen, in einer systematischen Darstellung gehalten, wird im ersten Teil die prinzipielle Leugnung des Hexenglaubens als verwerfliche Ketzerei verurteilt und der Nachweis erbracht, dass keine Hexentat ohne Mitwirkung des Teufels geschehe. Der zweite Teil spezifiziert die Malefizien (Sakramentenschändung, Wetterzauber, Schädigung von Mensch und Vieh etc.). Im dritten Teil wird noch das Prozessverfahren beschrieben, als praktische Anleitung für weltliche und geistliche Inquisitoren.
Das Werk wurde zwischen 1497 und 1520 13 Mal und zwischen 1574 und 1669 16 Mal aufgelegt, u.a. auch in französischer und italienischer Sprache.

Aus: Lenčo, J. (1972): Malleus maleficarum. In: Kindlers Literaturlexikon. Zürich, Sp. 5952-5954

Literatur:
Klose, H.C.(1972): Die angebliche Mitarbeit des Dominikaners Jakob Sprenger am Hexenhammer. In: Paderbornensis Ecclesia : Beiträge zur Geschichte des Erzbistums Paderborn; Festschrift für Lorenz Kardinal Jaeger zum 80. Geburtstag am 23. Sept. 1972, p. 197-205

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